Extratour Christenberg

Wegzeichen Extratour ChristenbergExtratour Christenberg – Der märchenhafte Klassiker

Die märchenhafte Route, ausgezeichnet als Wanderweg des Jahres 2004, verbindet die beiden kulturell bedeutenden Highlights des westlichen Burgwalds – die aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg Mellnau und den keltisch-fränkischen Christenberg.

Abenteuerlich schöne, fast märchenhafte Waldlandschaften mit Teichen und Quellen, stille Moos- und Moortäler sowie spektakuläre Aussichtspunkte erwarten Sie auf diesem Weg.

Die historisch bedeutsame Burg Mellnau mit Blick bis nach Marburg lädt zum Verweilen ein. Die romanische Kirche mitten im Wald auf dem sagenumwobenen Christenberg ist eine Besichtigung wert. Dort sind auch in einem alten Küsterhaus Ausgrabungsgegenstände aus keltischer und fränkischer Zeit ausgestellt.

Durch den Maler Otto Ubbelohde erlangte das Küsterhaus als Hexenhäuschen des Märchens „Hänsel und Gretel“ Berühmtheit.

Höhenprofil Extratour Christenberg

Bildquelle: Deutsches Wanderinstitut



Jury wählte die “Extratour Christenberg” zum Weg des Jahres 2004

Auszeichnung der Wanderroute überrascht Region.
Mit 50 000 Übernachtungen im Jahr spielt der Tourismus nur eine geringe Rolle.

Die 16 Kilometer lange „Extratour Christenberg“ (vorm. „Burgwaldtour“) nördlich von Marburg ist während der Düsseldorfer Wander- und Trekkingmesse „TourNatur 2004“ als Wanderweg des Jahres ausgezeichnet worden.

Bislang ist die Extratour Christenberg noch ein Geheimtip, der nur Einheimischen und Ausflüglern aus der Region bekannt ist: „Abenteuerlich schön, fast märchenhaft“ sei der Wald mit seinen stillen Moos- und Moortälern, sagt Matthias Gruber vom deutschen Wanderinstitut. Von Münchhausen führt der Weg zunächst am Waldrand entlang, leitet den Wanderer dann an der Seite eines Baches in den Wald hinein, führt über die Höhe von Riepe-Eck (390 Meter) zur 700 Jahre alten Burgruine Mellnau, wo der Wanderer einen grandiosen Aussicht genießen kann. Von dort aus geht es weiter zum Christenberg-Plateau, wo die mittelalterliche Martinskirche – ein früherer Wallfahrtsort – und die keltisch-fränkischen Burganlagen zu besichtigen sind. Durchstreift werden fünf Burgwaldtäler mit Farnen, Wollgräsern und Erlenbrüchen.

Dass ausgerechnet dieser noch recht unbekannte Pfad die Wander-Auszeichnung erhalten würde, damit hat die Kultur- und Tourismusbeauftragte der Entwicklungsgruppe Region Burgwald, Synthia Groß, nicht gerechnet. Schliesslich wurde der Weg erst in diesem Jahr mit einem einheitlichen Symbol – dem roten „C“ auf weißem Grund – markiert. Und der Tourismus spielt in diesem grössten zusammenhängenden Waldgebiet Hessens wirtschaftlich bislang noch eine untergeordnete Rolle. Maximal 50 000 Übernachtungen werden in allen elf Kommunen des Burgwaldes jährlich gezählt. „Das ist eher wenig“, sagt die Tourismusexpertin. Doch schon seit dem Start des Regionalisierungsprojekts Burgwald setzen die Beteiligten auf den Fremdenverkehr – vornehmlich auf Radfahrer und Wanderer. Fahrrad-Service-Stationen, neue Unterkünfte, eine Reihe von kreativen Angeboten und Wanderführer gibt es bereits.

Höchste Punktzahl für die Tour

Mit der Auszeichnung könnte der Tourismus in der Region nun Schwung bekommen. Zunächst einmal darf sich der Burgwald während der Messe kostenlos präsentieren. Neben der Extratour Christenberg steht der Burgwaldpfad von Marburg nach Frankenberg im Mittelpunkt der Vorstellung. Zudem wurden spezielle Angebote für Wanderer – etwa ein Märchenwochenende – entwickelt.

Prämiert wurde die Extratour Christenberg auf Grundlage der Erhebungen des Deutschen Wanderinstituts. Dafür wurden die Strecken von Experten abgelaufen und nach 33 Kriterien bewertet, wobei die Zertifizierung als Premiumweg nach dem Deutschen Wandersiegel Voraussetzung war. Dabei erhielt die Extratour Christenberg  die höchste Punktzahl unter den beteiligten Wanderwegen. Sowohl bei der Qualität der Wege – kein Schotter, sondern Gras- und Erdwege – als auch bei der Landschaft – abwechslungsreiche Wälder und Wiesen, Gewässer und Aussichten –, bei den kulturellen Attraktionen – Burg Mellnau und der Christenberg – sowie beim Wanderleitsystem gab es viele Punkte.

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